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Herdenschutz

Seit der Rückkehr der Wölfe in unsere Kulturlandschaft müssen sich Nutztierhalter verstärkt mit dem Thema Herdenschutz auseinander setzen. Wir müssen wieder lernen mit dem Wolf zusammen zu leben. Auch wenn durch einen guten Herdenschutz ein Wolfsübergriff auf Nutztiere nicht komplett ausgeschlossen werden kann, so kann das Konfliktpotential zwischen Nutztierhalter und Wolf doch beträchtlich minimiert werden.

Wölfe gehen bei der Jagd auf Beutetiere in der Regel kein Risiko ein, ihre eigene Fitness zu gefährden. Beim Herdenschutz geht es also darum, es dem Wolf möglichst unattraktiv zu machen, eine Nutztierherde anzugreifen. Hier ist zum einen der Zustand der Zäune wesentlich. Üblicherweise suchen Wölfe sich Stellen, an denen sie sich leicht unter dem Zaun hindurchbuddeln können. In selteneren Fällen lernen sie, Zäune zu überspringen. Dem Unterwühlen von Zäunen kann bei Festzäunen durch Knotengeflechte mit festem Bodenabschluss oder besser noch einem Unterwühlschutz entgegengewirkt werden, oder durch eine Elektrolitze, die nicht weiter als 20 cm vom Boden entfernt ist und genügend Spannung hat. Bei mobilen Zäunen wie Elektronetzen sollte die Höhe mindestens 90 cm betragen (besser mehr!), bei Litzenzäunen sind mindestens 5 Litzen in Abständen von maximal 20 cm erforderlich. Auch bei festen Zäunen kann zusätzlich mit Drahtlitzen gearbeitet werden. Flatterbänder stellen in akuten Fällen einen kurzfristigen zusätzlichen Schutz der Herde dar. Hängen Flatterbänder länger an einer Stelle, gewöhnen sich die Wölfe daran und verlieren ihre Scheu.

Wichtig ist, auch die Bereiche einzuzäunen, die zwar für Schafe oder andere Nutztiere, nicht aber für Wölfe ein Hindernis darstellen. Das sind vor allem Gräben oder andere Gewässerufer. Häufig ist es notwendig, Gräben oder Uferstreifen in der gesamten Länge der Koppel einzuzäunen.

Eine weitere, sehr alte und effektive Methode ist außerdem der Einsatz von Herdenschutzhunden. Die Kombination von sicheren Zäunen und Herdenschutzhunden stellt den höchstmöglichen Schutz der Herde dar. Durch die verschiedenen Herdenschutzmaßnahmen soll vermieden werden, dass der Wolf sich auf Nutztiere als Nahrungsquelle spezialisiert.

Die erforderlichen Herdenschutzkriterien von Fest- und Mobilzäunen werden in den jeweiligen Wolfsmanagementplänen bzw. Förderrichtlinien der Bundesländer definiert. Maßnahmen zum Herdenschutz werden in unterschiedlicher Höhe (60 – 80 % der Kosten) gefördert. Außerdem werden Nutztierhalter im Falle eines Übergriffs durch Wölfe von den Ländern entschädigt (in ausgewiesenen Wolfsgebieten wird hierfür in der Regel der Mindestschutz der Herde vorausgesetzt).

Notfallsets

In verschiedenen Bundesländern gibt es mobile Notfallsets, die Tierhaltern in Akutfällen kurzfristig zur Sicherung ihrer Herde zur Verfügung gestellt werden können.

Notfallset des Naturparks Dübener Heide



Ansprechpartner:

In Bayern:
https://www.lfu.bayern.de/natur/
wildtiermanagement_grosse_beutegreifer/aps/index.htm


In Mecklenburg Vorpommern:
Standort Karow (Naturparkverwaltung):
Ralf Koch 0162-2050575 oder 0160-2050575
(ralf [dot] koch [at] lung [dot] mv-regierung [dot] de)
(gesponsort durch WWF)

Standort Blankenförde (Nationalparkamt):
Volker Spicher 039824-25226 oder 0152-52907793
(v [dot] spicher [at] npa-mueritz [dot] mvnet [dot] de)
(gesponsort durch WWF)

In Schleswig Holstein:
Koordinator für Wolfsbetreuung in Schleswig Holstein:
Jens Matzen
(jens [dot] matzen [at] gmx [dot] de)

In Niedersachsen:
Uwe Martens, 0151-15213522
(uwe [dot] martens [at] freundeskreis-wolf [dot] de)
Die Zäune sind für den Großraum Lüneburg vorgesehen und wurden von der Bingo Umweltstiftung für Niedersachsen gefördert.

In Sachsen Anhalt:
Janine Meißner
(bibermanagement [at] naturpark-duebener-heide [dot] com)




https://www.weidezaun.info/info/ratgeber/wolfszaun